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Eröffnung der Ausstellung am 28. Februar 2010 im Studio Capricornus, Eckernförde
( Rede von Dr. Uwe Beitz, Museumsdirektor, Eckernförde)

Sehr geehrte Frau Breustedt, lieber Jens, meine Damen und Herren,
Zeichnen heißt, aus Strichen ein Bild zu machen!
So lautet der 13. von 13 Sätzen des deutschen Schriftstellers Helmut Heißenbüttel (1921 -1996) über Zeichnungen von Monika Breustedt, verfasst im Jahre 1982. Was sich nach Binsenweisheit anhört, ist vielleicht auch eine, aber man muss sich immer wieder klar machen, dass das Zeichnen Grundlage jeden künstlerischen Schaffens ist, das sich des Graphitstiftes, der Kreide oder eines Kohlestiftes, einer Tuschfeder usw. bedient. Diese Stifte setzen und hinterlassen Striche, Linien oder Punkte, und Flächiges besteht, bei genauem Hinsehen – unter Zuhilfenahme einer Lupe – aus Strichen oder Punkten, die manchmal der Papierstruktur geschuldet sind.

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Kate gerettet und gegen Kernkraft gekämpft

Kate gerettet und gegen Kernkraft gekämpft

Serie „Frauen haben was zu sagen“, heute: die Künstlerin Monika Breustedt

Elnishorn. Im Elmshorner Rathaus gab es die Ausstellung von Frauen-Porträts, angefertigt von der Fotografin Elke Ubl aus Elmshorn. Dazu hatten die Frauen etwas geschrieben unter dem Motto: „Frauen haben in Elmshorn was zu sagen“. Heute: Monika Breustedt.
1945 wurde ich in Harzburg geboren – mein Vater fiel wenige Tage vor meiner Gehurt. 1948 bis 1962 bin ich aufgewachsen mit Mutter und Großmutter in Bad Lauterberg im Harz. Meine Familie war stark sozialdemokratisch geprägt, mein Großvater Mitglied des ersten Deutschen Bundestages. Meine Mutter arbeitete als selbständige Kauffrau.
1962 begann ich ein Grafikstudium in Bielefeld, bewarb mich ein Jahr später bei der heutigen Hochschule der Künste in Berlin, wurde angenommen und beendete das Studium 1968 erfolgreich. (mehr …)

Künstler in und um Worpswede

(Wir) Künstler in und um Worpswede
Dr. Helmut Stelljes über Monika Breustedt

Die Worpsweder Künstlerin Monika Breustedt schafft Bilder, die in ihrer zarten Ausstrahlung den Betrachter gefangen nehmen. Dabei sucht die Malerin und Zeichnerin feinsinnige, unaufdringliche Motive in lyrischer Stimmung. Niemals zeichnet oder malt Monika Breustedt erschreckende Bilder; in jedem Falle entstammen ihre Darstellungen harmonisch geordneten Dingen ihrer unmittelbaren Umwelt. Überlegt gestaltete Stillleben und streng aufgebaute Landschaften werden mit Farbstiften geschaffen oder als Ölgemälde von empfindsamer Farbigkeit präsentiert.

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13 Sätze über Zeichnungen

13 Sätze über Zeichnungen für Monika Breustedt

1 zu fragen was früher ist Vorstellung oder Strich ist fragen was früher ist Strich oder Vorstellung

2 Strich der sich selbständig macht ist an Vorstellung gebunden Vorstellung die den Strich lenkt ist vom Strich abhängig

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Heißenbüttel über Bilder

Helmut Heißenbüttel:
Versuch über Bilder von Monika Breustedt zu reden

Wollte man Künstler, die in der heutigen Zeit Bilder machen, in Gruppen oder Grundtypen einteilen, so könnte man sagen, es gibt solche, die vor allem malen, solche, die vor allem zeichnen und solche, die nichteigenes Bildmaterial benutzen, also Collagen oder Montagen machen. Ein typischer Zeichner ist zum Beispiel Horst Janssen. Es gibt auch Künstler, in deren Werk nicht ein solches eindeutiges Schwergewicht zu erkennen ist, sondern eher ein sowohl-als auch, das eine wie das andere. Monika Breustedt zum Beispiel würde ich eher in eine solche Zwischengruppe einordnen. Sie malt und zeichnet. Aber es ist nicht so, daß entweder das Malerische oder das Zeichnerische den Vorrang hat, es dringt auch nicht eins in das andere ein oder überlagert eins das andere, sondern Zeichnung und Malerei erscheinen durchaus getrennt und als unterscheidbare Medien.

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